Uferwanderung am Hallwilersee

Am Dienstagmorgen, 11. August fuhr unsere Wandergruppe mit der WB in Richtung Liestal mit dem Ziel, vom Schloss Hallwyl aus eine Rundwanderung zu unternehmen. Die Luft war noch recht frisch und die Vorfreude auf einen gemütlichen Wandertag war noch intakt.

Aber seltsam, irgendwie waren wir auf dem Perron in Lenzburg eine reduzierte Truppe. Wo sind denn alle so plötzlich verschwunden? Wie sich herausstellte, machten vier von uns unfreiwillig einen kleinen Ausflug nach Zürich. Also sooo toll ist der HB an der Limmatstadt nun auch wieder nicht! Das Gute daran war, dass der Rest der Gruppe einen feinen Morgenkaffee im kühlen Schlosshof geniessen konnte. Eine Stunde später waren wir dann wieder vollzählig und wir konnten den Weg unter die Füsse nehmen.

Der Hallwilersee leuchtete eindrücklich smaragdgrün und wir waren einhellig der Meinung, dass ein teurer Flug in die Karibik völlig unnötig sei, das Gute liegt ja bekanntlich nahe. Während der Mittagspause nahmen einige die Gelegenheit für einen Schwumm im angenehm warmen See wahr und eine Stunde später konnten wir uns auf dem Linienschiff mit Glace und Kaffee eindecken. Soweit so gut. Dass Baden und Schifffahren dieser Tage nicht mehr selbstverständlich möglich ist, haben wir registriert und waren dankbar, dass wir dies alles erleben durften.

Der Beginn der Rückwanderung war denn auch unproblematisch, wir spazierten immer wieder auf schattigen Wegen mit wunderbaren Aussichten auf den See. Aber die Wanderung geriet irgendwann wegen riesigen Mückenschwärmen und stechender Hitze dann doch noch zur Durchhalteübung, sogar Bauarbeiter hatten Mitleid mit uns und haben uns eine kühle Dusche aus dem Schlauch und sogar Mineralwasser angeboten. Alle waren am Schluss froh, im Schatten des Schlosses sich an einem Getränk zu laben.

Diesmal waren wir vollzählig auf dem Perron in Lenzburg, niemand wollte eine Extrarunde in Zürich machen. Lieber ab nach Hause unter die kalte Dusche!