Gedanken zur Jahreslosung 2026

«Siehe, ich mache alles neu!»

Vor dem Thron

Sind Sie schon einmal vor einem Thron gestanden? Oder gar gekniet? Die Jahreslosung fürs 2026 nimmt uns mit hinein in einen Thronsaal: «Der auf dem Thron sass, sprach: Siehe, ich mache alles neu.» So heisst es in Offenbarung 21.5.

Patmos

Johannes nimmt uns mit an diesen Ort und zeigt uns, was er gesehen und gehört hat. Er lebte vor rund 1900 Jahren und war als Verbannter auf der Insel Patmos wegen seines Glaubens an Jesus Christus. Es war eine Zeit grössenwahnsinniger Herrscher und beginnender Verfolgung und Repressalien gegen Christen. Es war eine Zeit der Sehnsucht nach Freiheit, nach Leben. Und es war eine Zeit des Durchhaltens. «Wer überwindet, …» sagte der Engel siebenmal zu Johannes, und dieser schrieb es den Gemeinden. Jede war auf eine andere Art bedrängt, jede hatte ihre Herausforderungen.

Die Vision

Gleichzeitig wird Johannes ein atemberaubender Blick gewährt. Er sieht Christus selbst, voller Kraft und himmlischer Majestät (Offenbarung 1), und zum Schluss sieht er Hoffnungsbilder einer neuen Welt (Offenbarung 21-22). Regiert wird diese von einem, der «wie ein geschlachtetes Lamm auf dem Thron» aussieht – von Jesus Christus. Das Bild des Lammes auf dem Thron symbolisiert eine Gegenwelt zu der Welt, die wir täglich in den Nachrichten sehen. Es symbolisiert die schenkende, hingebungsbereite Liebe. Wenn diese Liebe regiert, wird alles anders.

Gott handelt – hingebungsvolle, schöpferische Liebe

Und der auf dem Thron sass, sprach: «Siehe, ich mache alles neu.» Es sind Worte Gottes, des Schöpfers. Wie beim allerersten Anfang, wo es heisst: «Er sprach, und es geschah.» (Genesis 1; Psalm 33,9). Gott handelt. Nicht ohne ihn, sondern von ihm und mit ihm wird die Erde erneuert. Er ist schöpferische Liebe. Und er wird nicht aufhören, Neues zu schaffen.